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Laser: Vom Spielzeug zur Gefahrenquelle

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Laser: Vom Spielzeug zur Gefahrenquelle

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Laser, lange Zeit nur bei Events für Lichtschauen eingesetzt, werden zunehmend zur Bedrohung. Privatleute nutzen sie, um zum Spaß Piloten in Flugzeugen zu blenden. In Deutschland wurden 2009 monatlich 30 Fälle gemeldet, in Frankreich 50, auch in der Schweiz beklagen sich Piloten zunehmend, dass sie von Laserstrahlen geblendet werden.

“In der Landephase muss man sich besonders konzentrieren. Am besten, man lässt die Landebahn gar nicht aus den Augen. Wenn es ein störendes Element gibt, einen Laserstrahl, ein grelles Licht oder bei einem Gewitter ein Blitz, dann sieht man schlechter, und das beeinflusst auch die Bewegungen”, erläutert ein ehemaliger französischer Pilot.

Alle Arten Laser sind im Internet leicht erhältlich. Während die stärkeren Laserstrahlen blind machen können, wirken die schwächeren auf alle Fälle als Blendung.

“Manchmal will sich jemand nur amüsieren, indem er den Laserstrahl auf ein Flugzeug oder ein Auto richtet, aber manche haben es gezielt auf ein landendes Flugzeug abgesehen”,
erklärt ein französischer Gendarm.

In der Schweiz haben die Laserspieler es vor allem auf die Rettungshubschrauber abgesehen, die häufig nachts und in niedrigen Höhen fliegen. In Deutschland denkt man darüber nach, Laser waffenscheinpflichtig zu machen.