Eilmeldung

Eilmeldung

Von schlauen Bankräubern und dummen Versteckspielen

Sie lesen gerade:

Von schlauen Bankräubern und dummen Versteckspielen

Schriftgrösse Aa Aa

“The Town” ist der neueste Film von und mit Ben Affleck – kurz nach seinem Bruder Casey hat er seinen neuen Film in Venedig vorgestellt. Bei ihm auf dem roten Teppich Jeremy Renner, Jon Hamm und Rebecca Hall – alle mit von der Partie im Räuber-und-Gendarm-Thriller unter Afflecks Regie.

“The Town” wurde bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt – außer Konkurrenz.

Die Geschichte: Eine Bande von Bankräubern aus dem Arbeiter- und Immigrantenviertel Boston-Charleston bricht mit ihren Überfällen auf Banken und Geldtransporter alle Rekorde.

Krieg, Liebe und ein Schuß Parodie: das ist “Balada Triste de Trompeta” (“The Last Circus”), der Wettbewerbsfilm aus Spanien. Der Film polarisiert – die einen finden ihn scheußlich. Andere sehen schon den „künftigen Kultfilm“.

Carolina Bang, Manuel Tallafe, Carlos Areces und Antonio De La Torre kamen mit Regisseur Alex de la Iglesia zur Premiere am Lido.

Im Film sieht man 1937 zu Zeiten des spanischen Bürgerkrieges einen Clown mit der Machete unter der Guardia Civil wüten – am Ende stirbt dessen Sohn wie ein Hund unter dem Franco-Regime.

Regisseur Alex de la Iglesia:

‘‘Es ist eine seltsame Kombination von Liebe, schwarzer Komödie und Horror. Irgendwie ist es im Grunde ein Horrorfilm. Es ist nicht mehr als eine seltsame Wiederauflage von Stummfilmen der Sorte “Der Glöckner von Notre Dame”. Ich liebe diese Filme.”

Ein schwarzer Film, sagt er. Misshandlung, Schmerz und Kummer würden nie ganz aus den Herzen verschwinden, Angst und Rachegelüste zerstörten schließlich den geliebten Menschen.

Eigentlich habe er einen politischen Film gemacht, so de la Iglesia weiter. Spanien müsse sich endlich mit seiner gewalttätigen Vergangenheit beschäftigen. Das ewige Versteckspiel und zynische Gelächter sei doch dumm.