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Fidel Castro sieht sich missverstanden

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Fidel Castro sieht sich missverstanden

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Taugt der Sozialismus noch für Kuba? Nach den Meldungen der letzten Tage konnte man denken, Fidel Castro selbst, Kubas Revolutionsführer, hätte das in Frage gestellt. Das kubanische Modell tauge nicht einmal mehr für Kuba selbst, hatte er einer amerikanischen Zeitschrift gesagt.

Seine Antwort bedeute aber genau das Gegenteil von dem, was die Journalisten darin gelesen hätten, sagt Castro jetzt. Jeder kenne seine Ansicht, dass es der Kapitalismus sei, der nicht funktioniere: nicht für die USA und schon gar nicht für die Welt.

Castro bestreitet seine Äußerung nicht: Er sieht sich aber missverstanden. Eine Journalistin und Kuba-Expertin, die bei dem Gespräch dabei war, hatte Castros Aussage so gedeutet, dass der Staat in der kubanischen Wirtschaft zuviel Einfluss habe.

Sie wertete das aber auch nicht als Abkehr vom Sozialismus, sondern als Unterstützung für Fidels Bruder Raúl, der ihn als Staatspräsident abgelöst und einige kleinere Reformen veranlasst hat. Vor kurzem durfte auch schon der Wirtschaftsminister sagen, der Staat könne nicht alles richten.