Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Obama zu 9/11: "Amerika ist nicht im Krieg mit dem Islam"


USA

Obama zu 9/11: "Amerika ist nicht im Krieg mit dem Islam"

New York, Lower West Side, 8:46 Uhr: Vor neun Jahren rast eine Boeing 767 der American Airlines – von Terroristen gelenkt – in den Nordturm des World Trade Centers.

Mit einer Schweigeminute gedachten Hinterbliebene und Politiker der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 – landesweit. Der Schock sitzt tief.

Etwa 50.000 Menschen arbeiteten im World Trade Center – vor allem in Banken und Finanzunternehmen. Täglich lockten Aussichtsplattform und Restaurants 80.000 Besucher an.

24 Stunden später waren 2.752 tot – verbrannt, vergiftet, zu Tode gestürzt, pulverisiert. Von mehr als einem Drittel war in den folgenden Jahren keine identifizierbare Spur zu finden.

Mehr als 3000 Kinder verloren Mutter oder Vater.

Nahezu zeitgleich wurde in Washington das US-Verteidigungsministerium Pentagon angegriffen. Hier erschien US-Präsident Barack Obama zur
zentralen Gedenkveranstaltung.

Er nutzte die Gelegenheit und rief zu einer differenzierten Betrachtung dieses “schwierigen Moments” auf. “Spaltung” und “Bitterkeit” dürften nicht die Oberhand behalten:

“Als Amerikaner sind wir nicht im Krieg mit dem Islam und werden nie im Krieg sein. Es war keine Religion, die uns an diesem September-Tag angegriffen hat. Es war al-Qaida, eine jämmerliches
Häufchen, das die Religion pervertiert. Und so wie wir Intoleranz und Extremismus im Ausland verurteilen, werden wir hier zu Hause unserer langjährigen Tradition treu bleiben, als vielfältige und tolerante Nation.”

Im Pentagon starben knapp 200 Menschen, als ein drittes entführtes Flugzeug zu Boden ging. Ein viertes Flugzeug stürzte nach Kämpfen an Bord in der Nähe von Pittsburgh (Pennsylvania) ab – 44 Tote.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Griechen protestieren - IWF und EU loben Sparkurs