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Griechenland - wer zahlt den Preis für die Krise ?

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Griechenland - wer zahlt den Preis für die Krise ?

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Die Krise hat ihren Preis – das wissen die Griechen. Aber zahlen sollten doch bitte die, die zuvor hauptsächlich vom Schlendrian profitiert haben – finden viele.

Unter dem Motto “Es reicht – den Preis der Krise sollen die Reichen zahlen” protestierten rund 20.000 Menschen in Thessaloniki gegen Lohnkürzungen und Steuererhöhungen.

Die Wut über die Sparpolitik der griechischen Regierung gilt Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Er hat versprochen, das Staatsdefizit von fast 14 Prozent in vier Jahren unter die Marke von 3 Prozent drücken.

Griechenland steht wegen enormer Schulden unter Aufsicht des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank.

Die Proteste verliefen weitgehend friedlich – dafür sorgten schon mehr als 4000 Polizisten.
Ein 49-Jähriger wurde vorübergehend festgenommen. Er hatte einen Schuh in Richtung Papandreou geworfen.

Papandreou hatte zur Eröffnung der Messe von Thessaloniki der darniederliegenden Wirtschaft in seiner traditionellen Wirtschaftsrede Erleichterungen bei den Gewinnsteuern in Aussicht gestellt.