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Netanjahu: Palästinenser müssen Israel als jüdischen Staat anerkennen

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Netanjahu: Palästinenser müssen Israel als jüdischen Staat anerkennen

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Kurz vor Beginn der neuen Nahost-Friedensverhandlungen hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die Palästinenser nochmals aufgefordert, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen. Sollten die Palästinenser dies tun, sei eine Friedensvereinbarung innerhalb eines Jahres möglich, so Netanjahu bei einer Kabinettsitzung in Jerusalem. Für die palästinensische Seite kein einfacher Schritt.

Der palästinensische Unterhändler Nabil Shaath betonte, man werde über Land, Grenzen und Sicherheit sprechen. Aber nicht über einen jüdischen Staat. Der Hintergrund: In Israel leben nach Shaaths Worten eineinhalb Millionen palästinensische Christen und Muslime, die Bürger Israels sind. Bei einem Treffen mit dem Nahost-Gesandten Tony Blair bekräftigte Netanjahu seine Forderung. Ausserdem sprachen beide über das momentan wohl heikelste Thema: den Siedlungsbau. Die Palästinenser wollen die Verhandlungen, die am Dienstag in Scharm el Scheich fortgesetzt werden sollen, abbrechen, wenn Israel den bis zum 26. September gültigen Baustopp im Westjordanland nicht verlängert. Israel betonte, es werde keine Verlängerung geben.