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Streit nach Volksabstimmung

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Streit nach Volksabstimmung

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Istanbul am Sonntagabend: Anhänger der vom türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Verfassungsreform feiern den Ausgang der Volksabstimmung. Fast 60 Prozent stimmten nach Angaben des türkischen Staatsfernsehens für das Reformpaket von Erdogan und seiner islamisch-konservativen AKP – ein Paket, das die sekuläre Oppositionspartei CHP in den vergangenen Woche massiv bekämpft hatte.

42 Prozent der Bürger hätten mit Nein gestimmt, so CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu, weitere 23 Prozent seien nicht zur Wahl gegangen. An den 42 Prozent Nein-Stimmen habe seine Partei einen grossen Anteil. Regierung und Opposition hatten sich vor der Abstimmung einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Die Reform, so sagt Erdogan, bringe mehr Freiheit und Demokratie. Nach Ansicht der CHP allerdings soll sie lediglich die Macht von Erdogans Partei AKP sichern.