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Britische Gewerkschaften rüsten gegen Sparpläne

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Britische Gewerkschaften rüsten gegen Sparpläne

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Die britischen Gewerkschaften rüsten sich zum Widerstand gegen radikale Haushaltskürzungen.
Die Regierung wolle Arbeitsplätze vernichten, Gehälter und Renten kürzen und öffentliche Dienstleistungen abbauen, hieß es auf der Jahresversammlung des Dachverbands der Gewerkschaften (TUC) in Manchester.

TUC-Generalsekretär Brendan Barber sagte, gute öffentliche Dienstleistungen seien “der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält.” Wer Dienstleistungen abbaue, Arbeitsplätze aufs Spiel setze und Ungleichheiten vergrößere, mache das Land “finsterer” und “furchterregender”.

Barber fügte hinzu, die Kürzungspläne seien keineswegs wirtschaftlich notwendig, sondern ein ideologisch begründetes politisches Projekt der konservativ-liberalen Regierung von Ministerpräsident David Cameron. Dessen Wirtschaftsminister, der Liberale Vince Cable erklärte dagegen, er suche den Dialog mit den Gewerkschaften: “Und ich glaube, sie wissen sehr wohl, dass die Öffentlichkeit die Notwendigkeit von Kürzungen begriffen hat. Wie tun das ja nicht, weil wir es wollen.”

Die britische Neuverschuldung beträgt zur Zeit mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ihre genauen Kürzungs-Pläne will die Regierung im Oktober bekanntgeben.