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Israels Siedlungen könnten Weg zum Frieden verbauen

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Israels Siedlungen könnten Weg zum Frieden verbauen

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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas werden ihre Friedensverhandlungen heute in Jerusalem fortsetzen. Gestern abend hatten sie ihre erste Gesprächsrunde im ägyptischen Scharm-el-Scheich im Beisein von US-Aussenministerin Hillary Clinton und dem Nahost-Gesandten der US-Regierung, George Mitchell, beendet. Mitchell bemühte sich nach dem Treffen um Optimismus. Ein Friedensabkommen sei in zehn Monaten möglich, sagte er vor Journalisten und bekräftigte seine Vorstellung einer Zweistaatenlösung, mit “einem demokratischen israelischen Staat, der in Frieden und Sicherheit an der Seite eines lebensfähigen, unabhängigen und zusammenhängenden Palästina besteht”. Hauptproblem der Verhandlungen in dem Hotel in Scharm-el-Scheich war einmal mehr die Frage der israelischen Siedlungen im Westjordanland. “Die Gespräche in Scharm-el-Scheich endeten mit dem Versprechen, die Verhandlungen fortzusetzen”, so Euronews-Korrespondent Mohammed Elhamy, “allerdings verhärteten sich die Fronten auf beiden Seiten. Es bleibt jetzt allerdings nicht viel Zeit für lange Verhandlungen, der Monat geht zu Ende und die Frage der Siedlungen muss geklärt werden.” Abbas beharrte am Dienstag in Ägypten weiter darauf, dass Israel den Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland über den 28. September hinaus verlängern müsse. Andernfalls werde er die Gespräche abbrechen. Israel erklärte jedoch, das Moratorium werde nicht verlängert.