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Paris will berichten, Brüssel beschwichtigen

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Paris will berichten, Brüssel beschwichtigen

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Nach den Spannungen der letzten Tage zwischen Paris und Brüssel soll der EU-Gipfel heute vor allem eins: die Wogen glätten. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy versprach, sich zu den umstrittenen Ausweisungen der Roma zu äußern. Das soll während des gemeinsamen Essens der Staats- und Regierungschefs geschehen, wie aus dem Umfeld des Gipfels verlautete.

Wegen der Ausweisungen droht die Kommission Frankreich mit rechtlichen Schritten. Nach ihrer Beurteilung seien sie diskriminierend, weil sie sich gezielt gegen Roma richteten, und verletzten das europaweite Recht auf freien Personenverkehr.

Durch die Polemik rückten die geplanten Themen zunächst in den Hintergrund. Am Vormittag besiegelten die Staats- und Regierungschefs das Freihandelsabkommen mit Südkorea, durch das die EU Zölle in Milliardenhöhe sparen wird. Italien hatte sich zuvor dagegen gewehrt, da seine Autobauer die billige Konkurrenz aus Südkorea fürchten.

Außerdem kreisen die Gespräche um die gemeinsame Außenpolitik und um die Wirtschaftskrise.