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Wahl in Afghanistan in Gefahr

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Wahl in Afghanistan in Gefahr

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Die zunehmende Gewalt in Afghanistan gefährdet die Parlamentswahlen am kommenden Samstag. Die Taliban rufen zu einem Boykott der Abstimmung auf und drohen mit Anschlägen.

Afghanische und ausländische Sicherheitskräfte, insgesamt 400.000 Mann, werden im Einsatz sein, um für die Sicherheit der rund 10 Millionen Wahlberechtigten zu sorgen.

Ein Passant in Kabul sagt:
“Wir bereiten uns auf die Parlamentswahlen vor. Es ist unsere Pflicht wählen zu gehen. Wir wollen den Richtigen wählen, jemand der ehrlich ist und unserem Land dient.”

Trotz aller Bemühungen können die Einheiten in weiten Teilen des Landes die Sicherheit nicht garantieren. Hunderte Wahlbüros bleiben geschlossen. Der Leiter der afghanischen Polizeizentrale erklärt:

“Wenn am Wahltag Anschläge verübt werden, dann werden die Menschen nicht rausgehen und ihr Leben riskieren, um für einen Kandidaten zu stimmen. Es gibt sehr viele Kandidaten und die Wähler wissen meist nicht, wer sie sind.”

Die Politiker setzen ihr Leben auf`s Spiel. Bislang wurden mindestens drei Kandidaten ermordet, andere wurden angegriffen und entführt. Auch zahlreiche Wahlkampfhelfer wurden attackiert.

Die Taliban sehen die Wahl als Instrument der Einflussnahme des Westens auf das Land.