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Wechselkurse: USA verschärfen Ton gegenüber China


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Wechselkurse: USA verschärfen Ton gegenüber China

Die US-Regierung verschärft den Ton im Währungsstreit mit China. Die USA werfen China seit langem vor, den Kurs der Landeswährung künstlich niedrig zu halten und damit die Exporte zu Lasten der amerikanischen Wirtschaft zu fördern. Man fordert einen Sprung zwischen fünf und fünfzehn Prozent.

In den USA wird im November gewählt, die öffentlichen Kassen sind leer.

Würden die USA weniger importieren und mehr nach China exportieren, wären zusätzliche Einnahmen garantiert.

US-Finanzminister Timothy Geithner vor dem Bankenausschuss des US-Senats:

“Wir sind besorgt – wie viele von Chinas Handelspartnern – dass die Aufwertung so schleppend verläuft und gering ist. Wir werden Chinas Verhalten in unserem nächsten Devisenbericht berücksichtigen. Wir untersuchen die wichtige Frage, welcher Maßnahmenmix zur Disposition steht -Maßnahmen, die die USA ergreifen könnten – und welche multilateralen Ansätze dazu beitragen könnten, daß die chinesischen Behörden schneller in Gang kommen.”

Die Volksrepublik wies die Kritik zurück. Druck führe nicht zur Lösung der Angelegenheit, sondern könne sogar einen gegenteiligen Effekt haben, mahnte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Handelsdefizit und heimische Arbeitslosigkeit in den USA seien nicht durch eine Aufwertung des Yuan zu beseitigen.

Peking hatte die starre Bindung des Yuan an den Dollar im Juni aufgegeben. Die Währung darf aber täglich höchstens um 0,5 Prozent schwanken. Seit Juni hat der Yuan 1,2 Prozent gegeüber dem Dollar zugelegt.

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