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Sakajew nach Festnahme gelassen

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Sakajew nach Festnahme gelassen

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Der im Exil lebende tschetschenische Rebellenführer Achmed Sakajew ist in Warschau festgenommen worden. Gegen Sakajew besteht ein von Russland ausgestellter internationaler Haftbefehl. Moskau wirft Sakajew bewaffneten Aufstand und Verwicklung in Terroranschläge vor und verlangt von Polen die Auslieferung Sakajews. Die polnische Regierung ließ erklären, ein unabhängiges Gericht werde über das Auslieferungsbegehren entscheiden.

Sakajew hält sich in der polnischen Hauptstadt auf, um an einem Kongress von Exil-Tschetschenen teilzunehmen. Bei seinem Eintreffen vor der Staatsanwaltschaft in Warschau erklärte Sakajew: „Ich erwarte nichts, das gegen die Regeln des Rechtsstaates verstößt“.

Auch in Grosni vertraut man auf die polnische Justiz. „Wenn es in der Welt gerecht zugeht, dann muss Sakajew an die Russische Föderation ausgeliefert werden. Er muss nach Recht und Gesetz bestraft werden“, erklärte der von Russland gestützte tschetschenische Präsident Ramsan Kadirow.

In beiden Tschtschenienkriegen war Sakajew Kommandeur der separatistischen Truppen. Er gilt in Europa aber inzwischen als moderater Vertreter der Tschetschenen. In der russischen Teilrepublik kämpfen Rebellen seit Jahren für die Unabhängigkeit von Moskau.