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Ungewissheit vor der afghanischen Parlamentswahl

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Ungewissheit vor der afghanischen Parlamentswahl

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Manche boykottieren die morgige Wahl in Afghanistan, andere dagegen wollen sichergehen, dass ihre Stimme auch zählt: Hier in Dschalalabad beschweren sie sich, dass zuwenige Wahllokale da sind.

“Die Leute hier verlangen nur ihr Recht”, sagt ein Mann; “für diese Gegend reichen die Wahllokale nicht. Dahinter steckt die Regierung.”

Die radikalen Taliban haben auch für diese Wahl
wieder zum Boykott aufgerufen. Hier in der Provinz Kandahar sind die Aufständischen besonders stark: Die Sicherheitsvorkehrungen sind entsprechend. Die Behörden versprechen, dass alle Wahllokale in der Provinz ausreichend geschützt sind.

Gewählt wird das Unterhaus des Parlaments mit seinen 249 Abgeordneten. Rund zehnmal soviele Bewerber stellen sich zur Wahl. Gut ein Viertel der Sitze ist für Frauen reserviert.

Die letzten Wahlurnen wurden jetzt noch – sogar mit Eseln in entlegene Gegenden gebracht. Trotz allen Schutzes, auch durch unzählige ausländische Soldaten, teilt die Wahlkommission aber mit, dass landesweit gut tausend der vorgesehenen Wahllokale aus Sicherheitsbedenken geschlossen bleiben – das sind fünfzehn Prozent.