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Zweifel an Erneuerung der britischen Atomstreitmacht

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Zweifel an Erneuerung der britischen Atomstreitmacht

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Die 24 Milliarden Euro teure Modernisierung der britischen Atomstreitmacht wird möglicherweise um Jahre verschoben. Die britischen Atomwaffen befinden sich unter Wasser – in vier U-Booten, die 2024 durch neue Boote ersetzt werden sollten. Premierminister David Cameron betonte, er sei weiterhin fest entschlossen, am Atom-Abwehrprogramm festzuhalten, doch sei es angebracht, zu überprüfen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Erneuerung stimme.
Großbritannien steht wegen seines enormen Haushaltsdefizits unter Sparzwang,
die Koalitionsregierung von Konservativen und Liberalen hat alle öffentlichen Ausgaben auf den Prüfstand gestellt. Das Atomprogramm wird
innerhalb der Koalition kontrovers diskutiert. Camerons Konservative befürworten die Erneuerung der Streitmacht, doch die Liberaldemokraten von Vize-Premier Nick Clegg nehmen keine so eindeutige Haltung ein. Berichten zufolge soll die endgültige Entscheidung erst nach den für 2015 vorgesehenen Wahlen fallen.