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Afghanistan wählt trotz Talibandrohungen

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Afghanistan wählt trotz Talibandrohungen

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Überschattet von Anschlagsdrohungen wählen die Afghanen heute ein neues Parlament. Es ist die zweite Parlamentswahl seit dem Sturz der Taliban Ende 2001. Zur Wahl stehen 249 Mandate im Unterhaus, der Wolesi Dschirga. Nicht nur Wahlbeobachter befürchten Betrug bei der Abstimmung.

„Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung und darauf, dass sich niemand von den Zwischenfällen, die es sicherlich geben wird, beeinflussen lässt, und dass die Menschen für den Mann und die Frau stimmen werden, die ihr Vertrauen besitzt, ohne Druck und Bestechung“, erklärte Staatspräsident Harmid Karzai nach seiner Stimmabgabe.

Die Wahlbeteiligung ist schwach. Die Abstimmung findet unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die radikal-islamischen Taliban hatten Anschläge angekündigt und zum Wahlboykott aufgerufen. Allein gestern wurden zwei Kandidaten und mehrere Wahlhelfer entführt. Aus Sicherheitsbedenken blieben gut tausend der vorgesehenen Wahllokale geschlossen.