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Erste Rettungsbohrung erreicht Kumpel

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Erste Rettungsbohrung erreicht Kumpel

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Die erste Rettungsbohrung hat am Freitag die in einem chilenischen Kupfer- und Goldbergwerk eingeschlossen Kumpel erreicht. Noch handelt es sich nur um eine 30 Zentimeter breite Röhre, die in einem zweiten Arbeitsschritt auf etwa 70 Zentimeter erweitert werden muss, bevor die Kumpel geborgen werden können. „Wir sind so glücklich über das, was heute erreicht wurde. Wir danken der Regierung, den Unternehmern allen, die an unserer Rettung arbeiten“, sagte Mari Sepulveda, einer der eingeschlossenen 33 Kumpel.

Der Bohrer ist schneller als erhofft vorangekommen. Stündlich bohrte er sich durch 18 Meter Gestein in die Tiefe, bevor er einen Werkstattraum in 630 Meter Tiefe erreichte. „Wir bohren normalerweise nach Öl, Gas, Wasser oder Bodenschätzen. Nach Menschen zu bohren ist etwas ganz anderes. Es ist so viel wichtiger als alles andere, was wir bislang gemacht haben“, berichtet Brandon Fisher vom Bohrunternehmen Centre Rock Inc..

Der erste Durchbruch kommt rechtzeitig zum 200. Jahrestag der chilenischen Unabhängigkeit. Den Nationalfeiertag begehen die eingeschlossenen Kumpel mit einem traditionellen chilenischen Essen: Empanadas, Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, sowie das als Asado bekannte Fleisch vom Holzkohlegrill. Nur auf den traditionellen Rotwein müssen sie verzichten es gilt Alkoholverbot.