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Möglicher Rechtsruck bei Parlamentswahlen in Schweden

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Möglicher Rechtsruck bei Parlamentswahlen in Schweden

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Wenn die Schweden morgen wählen, könnten erstmals Rechtspopulisten ins Parlament einziehen.
Jimmie Akesson, der junge Chef der
Schwedendemokraten könnte mit seinen ausländerfeindlichen Parolen laut Umfragen auf über sieben Prozent Stimmenanteil kommen, die Hürde liegt bei vier Prozent. Der konservative Regierungschef Frederik Rheinfeldt muss nun fürchten, dass die Rechtpopulisten ihm die absolute Mehrheit nehmen. Doch er sagte siegesgewiss: “Zunächst Mal liegt eine Mehrheitsregierung ja durchaus im Bereich des Möglichen. Das wollen wir jedenfalls erreichen. Wir sollten aber erstmal die Entscheidung des schwedischen Volks abwarten. Wir haben jedenfalls immer gesagt, dass wir uns nicht von einer populistischen, fremdenfeindlichen Partei abhängig machen.” Für die als Wahlverlierer gehandelten Sozialdemokraten kommt gemeinsame Sache mit den Schwedendemokraten ebenfalls nicht infrage. Oppositionsführerin Mona Sahlin von den Sozialdemokraten betonte: “Politisch habe ich sehr deutlich gemacht, dass ich ihnen niemals irgendeinen Einfluss auf die schwedische Politik zugestehen würde. Niemals. Und persönlich wäre ich sehr traurig darüber, weil Schweden bis jetzt eines der wenigen Länder Europas ohne fremdenfeindliche Partei im Parlament ist.”
Wie auch immer die Entscheidung der 7,1 Millionen wahlberechtigten Schweden ausfallen wird. Eine erneute Niederlage der Sozialdemokraten, die fast 100 Jahre lang bis 2006 die Geschicke des Königreiches lenkten scheint gewiss.