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Benedikt beendet Großbritannien-Besuch

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Benedikt beendet Großbritannien-Besuch

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Zum Abschlusss seines Besuchs in Großbritannien hat Papst Benedikt XVI. in Birmingham den prominenten Konvertiten John Henry Newman selig gesprochen und der Opfer der Luftschlacht über Großbritannien gedacht. Mit der “Battle of Britain” versuchte die deutsche Luftwaffe zwischen Sommer 1940 und Anfang 1941 mit groß angelegten Bombeneinsätzen die Invasion der Insel vorzubereiten und ihre Kapitulation zu erzwingen. Mehr als 40.000 Menschen wurden getötet.
Benedikt sagte, es sei ein besonderer Tag, an dem man der Schlacht vor 70 Jahren gedenke. Für ihn, der er in den dunklen Tagen des Nazi-Regimes in Deutschland gelebt habe, sei es zutiefst bewegend, zu diesem Anlass hier zu sein und daran zu erinnern, wie viele Briten ihr Leben geopfert hätten, um mutig Widerstand gegen diese böse Ideologie zu leisten. Unterdessen wurden sechs Londoner Straßenreiniger wieder freigelassen. Sie waren festgenommen worden, weil man sie verdächtigt hatte, einen Anschlag auf den Papst geplant zu haben. Das stellte sich jetzt als falsch heraus. Benedikt bezeichnete den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche als ein “unbeschreibliches Verbrechen”. Er betete gemeinsam mit Betroffenen
und versprach erneut, wirksame Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor Missbrauch zu ergreifen. Am Samstag zogen etwa 10.000 Papstgegner durch die Straßen der Londoner Innenstadt. Auf Transparenten
bezeichneten sie den Papst unter anderem als “Boss der größten Missbrauchsgang der Welt”.