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China bricht Kontakte zu Japan ab

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China bricht Kontakte zu Japan ab

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Nach dem Seezwischenfall im Ostchinesischen Meer eskalieren die Spannungen zwischen China und Japan. China brach am Sonntag alle hochrangigen Regierungskontakte mit Japan ab. Peking reagierte auf die Entscheidung eines japanischen Gerichtes, den Kapitän eines chinesischen Fischkutters weiter in Haft zu halten. Der Kutter war Anfang September nach einer Kollision mit zwei Schiffen der japanischen Küstenwache in zwischen China und Japan umstrittenen Gewässern aufgebracht worden. Die 14 Besatzungsmitglieder wurden vor wenigen Tagen wieder freigelassen und nach China zurückgeflogen. Peking verlangt die unverzügliche, bedingungslose Freilassung des Kapitäns.

Der Zwischenfall hatte sich vor den Senkaku Inseln ereignet. Die auf chinesisch DiaoYu genannten unbewohnten Inseln werden sowohl von China als auch von Japan beansprucht. Die Inseln waren 1895 zusammen mit Taiwan japanisch geworden und im Zweiten Weltkrieg von den USA besetzt worden. Die USA hatten sie 1972 an Japan zurückgegeben.