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Aufatmen am Golf von Mexiko

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Aufatmen am Golf von Mexiko

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Fünf Monate nach dem Untergang der Bohrplattform “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko ist es Experten des britischen BP-Konzerns gelungen, das lecke Bohrloch zu verschließen. Mit Hilfe eines Zementpfropfens konnte die Quelle etwa 4000 Meter unter dem Meeresboden versiegelt werden.

Die Katastrophe hatte am 20. April mit der Explosion der Bohrinsel begonnen. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. 780 Millionen Liter Rohöl flossen seitdem ins Meer, so viel wie noch nie zuvor. Rund 900 Kilometer US-Küste sind verschmutzt.

Auch das ökologisch hochsensible Sumpf- und Marschland am Mississippi-Delta war vom Ölteppich betroffen.

Zeitweise war in rund einem Drittel der amerikanischen Küstenregion der Fischfang verboten und die Sorge um die Zukunft der Fischer bleibt: “Ich frage mich noch immer, wo das ganze Öl hin ist. Hat es sich mit dem Wasser vermischt und was wird es dort alles töten?”

Verunsicherung, die herrscht auch nach der Versiegelung des Bohrlochs, rund 70 Kilometer vor der Küste Louisianas. Und beendet ist die bisher schwerste Ölkatastrophe der Geschichte damit auch nicht. Die Aufräumarbeiten dürften noch bis weit in den Herbst andauern.