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Behinderte Kinder verhungern in bulgarischen Heimen

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Behinderte Kinder verhungern in bulgarischen Heimen

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In bulgarischen Heimen sind hunderte behinderter Kinder verhungert oder wegen falscher medizinischer Behandlung gestorben. Das ergab der Bericht des Helsinki-Komittees zur Überwachung der Menschenrechte. Generalstaatsanwalt Boris Welschew teilte heute mit, man habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet: “Ich begreife einfach nicht, wie es geschehen konnte, dass in zehn Jahren 238 bulgarische Staatsangehörige der hilflosesten Kategorie starben. 80 Prozent der Todesfälle wurden weder der Polizei noch den Behörden zur Aufklärung gemeldet.” Die Staatsanwaltschaft leitete inzwischen fast 200 Ermittlungsverfahren ein. Dem Bericht der Menschenrechtler zufolge habe das Personal auch Kinder ans Bett gefesselt und misshandelt. Es habe auch Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben.
In Bulgarien werden 23 staatlich finanzierte Heime für behinderte Kinder betrieben.