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Hintergrund: Jimmy Akesson und die rechtsextremen Schwedens

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Hintergrund: Jimmy Akesson und die rechtsextremen Schwedens

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Für den Aufbruch der extremen Rechten Schwedens steht der 31jährige Jimmy Akesson. Seit sechzehn Jahren gehört er den Schwedendemokraten an und hat es innerhalb von wenigen Jahren geschafft, die Partei ins Parlament zu bringen – eine Partei, die vorher auf dem politischen Parkett quasi nicht existierte.

Dieser junge Mann aus gutem Hause tritt gemäßigt, aber nicht ohne Forderungen auf. Denn er ist sich der Schlüsselposition seiner Partei wohl bewusst.

“Unsere Partei möchte, dass unsere Forderungen so weit wie möglich umgesetzt werden. Das heißt: verantwortungsvolle Einwanderungspolitik, resolute Antwort auf Verbrechen und ein Altern in Würde.”

Akesson hat die Sicht der Schweden auf die extreme Rechte verändert, indem er die Bewegung, die “Schweden den Schweden” vorbehalten wollte und aus der die Schwedendemokraten hervorgegangen sind, in den Hintergrund rückte. Er selbst bezeichnet sich zurückhaltend als “konservativ”.

Mit seiner Partei machte er im Wahlkampf Einwanderer für steigende Kriminalität verantwortlich und warnte vor einer Leerung der Staatskassen durch Ausländer.

Vor allem junge Schweden und Erstwähler konnte er damit beeindrucken.
Denn nach der Wirtschaftskrise und Einschnitten beim Sozialstaat bleibt die Arbeitslosikeit trotz eines Wirtschaftswachsums von 4,7 Prozent hoch.

9,5 Prozent der Bevölkerung waren im Juni ohne Arbeit, bei jungen Arbeitnehmern lag der Schnitt jedoch bei über 21 Prozent.

Die Wirtschaftskrise allein kann aber wohl kaum ein Phänomen erklären, das in immer mehr europäischen Ländern auftritt. Erst im Juni hatte der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders für seine Partei 22 Sitze im Parlament erhalten, und

im April gelang in Ungarn der rechtsextremen Jobbik zum ersten Mal der Einzug ins Parlament.