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Homeless World Cup in Rio

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Homeless World Cup in Rio

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Brasilien, Rio de Janeiro, die Copa Cabana. Hier erfüllen sich momentan einige Fußballer einen Traum, die sonst nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Bei der Obdachlosen-Weltmeisterschaft spielen über sechzig Mannschaften am Strand um den Titel. Die Spieler haben alle Karrieren hinter sich, die irgendwie mit Obdachlosigkeit, Alkoholismus oder Drogenkonsum zu tun haben. Hier wollen sie nur kicken:

“Es hat drei Jahre gedauert, um den Level zu erreichen, den ich jetzt habe. Ich bin hier, um mein Land zu repräsentieren. Ich habe oft versucht, dabei zu sein, jetzt habe ich es geschafft. Es ist wie eine Mission, ich glaube, jetzt bin ich mal dran.”

Ein Spieler aus Palästina sagt:

“In unserem Land ist es hart, denn wir haben keine Rechte. Ich hoffe, eines Tages werden wir diese Rechte bekommen.”

Nicht alle leben auf der Straße, viele in sozialen Einrichtungen oder mit deren Hilfe. So wird das Projekt in Deutschland von Aktion Mensch, der Stiftung Ethik & Ökonomie und dem Obdachlosenhilfsverband “Gemeinsam gegen
Kälte” unterstützt. Gründer des Homeless-World-Cups ist Mel Young.

“Wir benutzen den Fußball als Halt. Eine Studie besagt, daß siebzig Prozent dieser Spieler ihr Leben verändern. Sie bekommen Jobs und Wohnungen, einige von ihnen werden Trainer oder sogar Fußballprofis. Das Turnier hat eine große Wirkung. Wir benutzen den Fußball für eine Botschaft. Fußball kann viel verändern kann.”

Bis zum 26. September läuft der Homeless-World- Cup. Deutschland, Österreich und die Schweiz hatten einen erfolgreichen Start. Alle drei gewannen ihre Auftaktspiele.