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Reding bietet Paris die Stirn

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Reding bietet Paris die Stirn

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Der Schlagabtausch zwischen Brüssel und Paris geht in die nächste Runde. Die für ihren Vergleich zwischen Roma-Ausweisungen mit Deportationen kritisierte Justizkommissarin denkt nicht ans Einlenken.

Bei ihrem ersten Auftritt nach der umstrittenen Äußerung bekräftigte Viviane Reding ihre Entschlossenheit: Die EU-Kommission wird wohl nächste Woche entscheiden, ob gegen Frankreich ein Verfahren eingeleitet wird. Da der Präsident die Agenda festlegt, könne sie nicht definitiv sagen, ob das Thema am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung steht. Sie könne nur objektiv sagen, das Thema werde bald behandelt.

Frankreich steht in der Kritik, weil es seit Jahresbeginn tausende Roma nach Rumänien und Bulgarien zurückgeschickt hat – für Reding eine Verletzung der für EU-Staatsbürger geltenden Bewegungsfreiheit. Nach den aggressiven Reaktionen aus Paris hatte sie ihren Vergleich mit Deportationen zwar bedauert, sich aber nicht dafür entschuldigt.

Reding erklärte, “wenn ein männlicher Politiker mit der Faust auf den Tisch haut, ist das ein Zeichen von Männlichkeit. Er verteidigt sich. Macht das gleiche eine Frau, ist sie hysterisch. Deswegen steht heute das Thema Gleichberechtigung auf dem Programm.”