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Moskau weicht nicht von Ansprüchen auf Arktis ab

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Moskau weicht nicht von Ansprüchen auf Arktis ab

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Russland hat mit einer internationalen Arktis-Konferenz erneut seine Ansprüche in dem Gebiet bekräftigt – und zugleich seine friedlichen Absichten betont: Es gehe vor allem um die “friedliche und ruhige” Erschließung der Ressourcen, sagte der Arktis-Beauftragte des Kreml bei dem Treffen in Moskau.

Der Präsident Islands, Olafur Ragnar Grimsson, rief die Vertreter der Arktis-Anrainer auf, die Spannungen in dem Gebiet abzubauen. Island
selbst gehört nicht dazu: Russland und Norwegen, die USA und Kanada, sowie Dänemark durch das weitgehend autonome Grönland erheben Ansprüche, die einander widersprechen.

Auf dem erstmals organisierten Forum wurde auch Russlands Regierungschef Wladimir Putin erwartet. Dessen Berater in Klimafragen, Alexander Bedritsky, sagte: “Wir verteidigen unsere Interessen in der Arktis mit allen zivilisierten Mitteln, die durch internationale Abkommen gegeben sind. Ich glaube nicht, dass es zu einer Eskalation bis hin zu Zusammenstößen kommen wird.”

Vor gut drei Jahren hatte Russland am Nordpol in mehr als 4000 Metern Meerestiefe seine Flagge aufgestellt, um seinen Anspruch auf 1,2 Millionen
Quadratkilometer der Arktis einschließlich des Nordpols zu bekräftigen.

Hier geht es um immense Rohstoffreserven. So liegen etwa 30 Prozent der unentdeckten Erdgasvorkommen in der Arktis, schätzen Experten,
dazu mehr als 10 Prozent des unentdeckten Erdöls, außerdem Gold und Silber und andere begehrte Rohstoffe.