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Warnstreik in deutscher Metallindustrie

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Warnstreik in deutscher Metallindustrie

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Rund 1.500 Stahlarbeiter haben in Salzgitter im deutschen Bundesland Niedersachsen die Arbeit niedergelegt und damit eine Streikwelle eingeläutet. Die Gewerkschaft IG Metall fordert eine sechsprozentige Lohnerhöhung für die Beschäftigten und rief für diese Woche an verschiedenen Standorten in Deutschland zu Warnstreiks auf.
 
Dabei geht es Gewerkschaftssprecher Oliver Burkhard nicht allein um höhere Löhne: Die IG Metall hat noch eine Reihe weiterer Forderungen: “Wir wollen den Grundsatz ,Gleiche Arbeit – gleicher Lohn’ geklärt haben”, so Burkhard. “Es ist ein Unding, dass Menschen für die gleiche Tätigkeit unterschiedlich bezahlt werden. Und wir wollen faire Ausstiegsbedingungen für Ältere, weil wir glauben, dass gerade die Rente mit 67 in der Stahlindustrie auf keinen Fall funktionieren kann, angesichts dieser körperlich schweren Arbeit.”
 
Vor allem kritisiert die Gewerkschaft, dass nach zwei Verhandlungsrunden noch immer kein konkretes Angebot von den Arbeitgebern vorliegt. Vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland müssten auch die Beschäftigten profitieren, hieß es. Die nächste Gesprächsrunde im Tarifkonflikt ist für den 29. September geplant.