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Frankreich: Neuer Protest gegen Rentenreform

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Frankreich: Neuer Protest gegen Rentenreform

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Wieder müssen sich heute die Franzosen auf Streiks einstellen, bleiben zum Beispiel Züge stehen und Flugzeuge am Boden: Zum zweiten Mal in diesem Monat rufen die Gewerkschaften zum Protest gegen die Rentenreform auf.

Mit dieser Reform soll unter anderem das Rentenalter von 60 Jahren auf 62 steigen. Die
Nationalversammlung hat schon zugestimmt, im Senat, der zweiten Parlamentskammer, soll das nächsten Monat geschehen.

Die Regierung zeige Entschlossenheit, um breite Proteste zu verhindern, sagt der Politikforscher Stéphane Rozès. Die Protestierenden ließen deshalb offen, ob es noch Spielraum gebe; es sei schon ein bisschen Alles oder Nichts.

Der Erfolg vom letzten Mal ermutigt die Gewerkschaften aber: Wenn die Regierung sich nicht
bewege, sagt Jean-Claude Mailly, ein Gewerkschaftsführer, dann müsse man eben dafür sorgen, dass sie sich bewege.

Mindestens eine Million Menschen nahmen an den Streiks und Kundgebungen des letzten Protesttags teil; die Gewerkschaften sprechen sogar von zweieinhalb Millionen. Im Parlament sind die Mehrheiten für die Reform aber klar: Die Regierung zeigt deshalb wenig Lust zum Einlenken.