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Virginia kennt keine Gnade

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Virginia kennt keine Gnade

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Der Staat Virginia wird heute nacht um drei Uhr allen Anzeichen nach Teresa Lewis hinrichten. Der IQ der 41-Jährigen liegt knapp über dem Wert für eine geistige Behinderung. Teresa Lewis soll sterben, weil sie in der Nacht zum 30. Oktober 2002 die Tür zu ihrem Wohnmobil unverschlossen ließ und ihren beiden Bekannten so ermöglichte, ihren Mann und dessen Sohn zu erschießen. Eine Lebensversicherung soll das Motiv gewesen sein.

Ihr Anwalt, Jim Rocap, sagte: “Sie ist nicht geistig behindert, aber ganz nah dran. Über Teresa sollte man ein Urteil fällen auf Grund ihres gesamten Lebens, und nicht auf Grund des schlimmsten Tages ihres Lebens.”

Der Oberste Gerichtshof hat einen Aufschub der Vollstreckung abgelehnt. Auch der Gouverneur von Virginia, Bob McDonnell, kannte keine Gnade.

Wäre Teresa Lewis als “behindert” eingestuft worden, könnte sie dem Gesetz nach nicht hingerichtet werden.

Staatsanwalt David Grimes meint: “Natürlich ist sie nicht hochbegabt, aber sie kann durchaus für ihre abscheuliche Tat zur Verantwortung gezogen werden.”

Die Opfer waren mit Schrotflinten niedergeschossen worden und dann langsam verblutet. Teresa Lewis soll eine Dreiviertelstunde gewartet haben, bis sie den Krankenwagen holte.

Die beiden Mörder hatten im Gegensatz zu Teresa Lewis nicht die Todesstrafe, sondern lebenslange Haft bekommen. Einer von ihnen beging mittlerweile im Gefängnis Selbstmord. In seinem Abschiedsbrief soll er Teresa Lewis deutlich entlastet haben.

Der Staat Virginia tötet mit der Giftspritze.