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Lenkt Israel in Siedlerfrage ein?


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Lenkt Israel in Siedlerfrage ein?

Zwei Tage vor dem Ende des Baustopps im Westjordanland zeigt sich Israel offenbar kompromissbereit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bemühe sich intensiv um eine Verlängerung des Bau-Moratoriums, so ein Regierungssprecher. Die Palästinenser hatten zuvor angedroht, die Friedensgespräche zu beenden, sollte Israel in der Siedlungsfrage nicht einlenken.

Dem Bürgermeister einer Siedlung zufolge legt der Baustopp das Leben vieler Menschen auf Eis. Das sei nicht fair und nicht richtig.

Akiva Eldar, Politik-Journalist der israelischen Zeitung Haaretz erklärt welche Strategie hinter dem Siedlungsbau steckt:
“1977 war Ariel Scharon Landwirtschaftsminister und Aufsichtsratvorsitzender des Siedlungs-Komitees. Er hatte damals die Vision unumkehrbare Fakten zu schaffen. Er nahm mich einmal zu den Gebieten mit, um sie mir zu zeigen. Er erklärte mir, dass die Siedlungen und die Straßen überall verteilt werden sollen, um zu verhindern, dass jemand in der Zukunft eine Grenze ziehen kann.”

Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 unterstützt die israelische Regierung den Siedlungsbau und hat in der Tat Fakten geschaffen: in den rund hundert Siedlungen im Westjordanland leben heute 300.000 Israelis.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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