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"Schwarzer Marsch" spanischer Bergleute

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"Schwarzer Marsch" spanischer Bergleute

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In Spanien haben Bergarbeiter mit Sitzblockaden und Straßensperren demonstriert. Sie fordern die Bezahlung ausstehender Löhne und eine Fortführung des Steinkohlebergbaus. Die Kumpel sehen einer unsicheren Zukunft entgegen, denn die Europäische Kommission dringt auf die Schließung von unrentablen Kohlebergwerken bis Ende 2014.

Rund 200 Bergarbeiter wollen mit einem neuntägigen Marsch von Villablino nach Leon auf ihre prekäre Lage aufmerksam machen. Für den Tag ihrer Ankunft, den 29. September, ist ein Generalstreik geplant.

Auf ihrem “schwarzen Marsch” werden die Kumpel an die 200 Kilometer zurücklegen.
Die spanische Regierung verabschiedete Anfang des Jahres ein Dekret, demzufolge Energieunternehmen nicht mehr auf billige Importkohle zurückgreifen sollen. Stattdessen sollen sie nur noch heimische Kohle verbrauchen. Brüssel hat dem aber noch nicht zugestimmt.

Der Protest wird auch unter Tage geführt. Mehr als 60 Bergarbeiter harren seit Anfang des Monats in ihrer Mine einen halben Kilometer unter der Erde aus.

Die Kälte macht ihnen zu schaffen, besonders nach dem Aufstehen. Ein anderer Kumpel vermisst seine Familie.

In der Provinz Leon leben etwa 10.000 Familien vom Bergbau.