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Trotz Protesten: Frau in USA hingerichtet

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Trotz Protesten: Frau in USA hingerichtet

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Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist in den USA wieder eine Frau hingerichtet worden. Um 3:13 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde die 41-jährige Teresa Lewis im US-Bundestaat Virginia mit einer Giftspritze getötet. Das Todesurteil ist heftig umstritten, da die Frau mit einem IQ von knapp über 70 nach Ansicht ihrer Anwälte praktisch geistig behindert gewesen sei. Die Journalistin Katie Beck, die bei der Hinrichtung dabei war, erzählt, Lewis habe während der gesamten Hinrichtung gezuckt und gezittert, auch als sie auf der Liege festgeschnallt war, hätten die Füße gezittert. Beim Betreten des Hinrichtungsraums habe Lewis nervös unter den Menschen hin und hergeschaut, sie sei sicher nervös und beunruhigt, vielleicht auch ängstlich gewesen, so die Journalistin.

Lewis war wegen Mordes an ihrem Ehemann und Stiefsohn verurteilt worden. Sie hatte gestanden, 2002 zwei junge Männer für die Tat angeheuert zu haben. Das Urteil wird auch deshalb kritisiert, weil die Komplizen, die die Tat damals ausführten, mit lebenslangen Haftstrafen davonkamen. Es war die erste Exekution einer Frau in Virginia seit fast 100 Jahren.