Eilmeldung

Eilmeldung

Türkische Regierung will Kurden-Konflikt auf dem Verhandlungsweg lösen

Sie lesen gerade:

Türkische Regierung will Kurden-Konflikt auf dem Verhandlungsweg lösen

Schriftgrösse Aa Aa

In der Türkei haben sich gestern Vertreter der Regierungspartei AKP und Repräsentanten der pro-kurdischen Partei BDP zu Gesprächen getroffen. Der türkische Vize-Premier Cemil Cicek dämpfte allerdings zu hohe Erwartungen an das Treffen. Es sei noch lange nicht alles geregelt, sagte er. Beide Seiten wollen aber den Dialog fortsetzen, hieß es im Anschluss an die Gespräche. Es solle nun gelingen, den Kurdenkonflikt in der Türkei auf dem Verhandlungsweg zu lösen, so Cicek. Rund 20 Prozent der türkischen Bevölkerung sind Kurden.

In dem Konflikt seit 1984 rund 45.000 Menschen ums Leben. Auch BDP Vize Selahattin Demirtas forderte ein Ende des Blutvergießens. Bei den Gesprächen zwischen der AKP und der BDP ging es neben Fragen zur Verfassungsreform und der kurdischen Identität auch um Terrorismus. Erst letzte Woche kamen bei einem Anschlag 10 Menschen in der Provinz Hakkari ums Leben ums Leben, die Regierung vermutet die verbotene kurdischen Arbeiterpartei PKK dahinter – diese streitet das ab, sie hatte vergangenen Monat einen Waffenstillstand bis zum 20. September ausgerufen.