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Venezolaner wählen neues Parlament

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Venezolaner wählen neues Parlament

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Die Venezolaner wählen ein neues Parlament. Gut 17 Millionen Wahlberechtigte sind an diesem Sonntag aufgerufen, über die 165 Abgeordnetensitze abzustimmen, und, soviel scheint klar, für die regierenden Sozialisten von Präsdient Hugo Chávez wird es diesmal nicht so leicht werden wie 2005. Damals nämlich hatte die Opposition die Wahl boykottiert, jetzt tritt sie an.
Doch Chávez gibt sich kämpferisch. Das jetzt sei nicht seine Kampagne, erst wieder im Jahr 2012, wenn ein neuer Präsident gewählt werde. Aber er sei hier, um seine Kandidaten zu unterstützen. Er lasse schon einmal die Motoren warm laufen, und, egal, wen die USA in der Opposition einsetze – 2012 werde man sie in Stücke reissen. Die Opposition kann indes mit Zuwächsen rechnen.

Chávez setzt auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit, Umfragen zufolge könnte er die auch erreichen. Die Opposition will das verhindern. Oppositionskandidatin Maria Corina Machado meint, die regierenden Kommunisten hätten nie für die Zukunft gestanden. Sie seien davon besessen, die Vergangenheit zu zerstören und hätten deshalb der Zukunft den Rücken gekehrt. Das Bruttoinlandsprodukt Venezuelas schrumpfte im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent, die Zustimmung für Chávez liegt im Umfragen gerade noch bei 40 Prozent.