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Netanjahu will "kreative Lösung" im Siedlungsstreit

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Netanjahu will "kreative Lösung" im Siedlungsstreit

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Seit Wochen verhandeln Israelis und Palästinenser über einen Frieden im Nahen Osten. Doch die Gespräche sind akut bedroht: Am Sonntag läuft der Baustopp für israelische Siedlungen im Westjordanland ab und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat klargemacht, dass er die Gespräche beendet, sollte das Moratorium nicht verlängert werden.

Jetzt gibt es Zeichen der Hoffnung: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe mit mehreren Regierungschefs über eine “kreative Lösung” im Siedlungsstreit gesprochen, berichten israelische Medien. Sollte Netanjahu seine Pläne nicht ändern und das zehnmonatige Moratorium enden lassen, könnten israelische Siedler sofort mit dem Bau von über 2000 neuen Wohnungen beginnen.

Eine Mehrheit der Israelis lehnt eine Verlängerung des Moratoriums ab. Aber es gibt auch andere Meinungen: Friedensaktivisten demonstrierten gestern in Tel Aviv für eine Verlängerung des Baustopps. Sie trafen sich zu einem sogenannten Flashmob, einer spontan organisierten Menschansammlung, und blieben drei Minuten bewegungslos stehen. Nun bleibt abzuwarten, wie Netanjahus kreative Lösung genau aussieht.