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Israelischer Baustopp in Palästinensergebieten endet


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Israelischer Baustopp in Palästinensergebieten endet

Sie feiern das Ende des Wartens. Um Mitternacht endet nach 10 Monaten der Baustopp der jüdischen Siedlungen in den besetzten Palästinenergebieten. Bereits nach Sonnenuntergang wollten einige Siedler im Westjordland mit dem Bau neuer Wohnungen beginnen.

Nach Ablauf des Baustopps können Siedler ohne weitere Genehmigungen mehr als 2000 neue Wohnungen und Häuser bauen. Im Westjordanland leben rund 300.000 Siedler. Einigen von ihnen haben bereits vor dem offiziellen Ende der Vereinbarung die Fortsetzung der Arbeiten symbolisch eingeleitet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu rief die Sielder zur Zurückhaltung auf.

Die Palästinenser drohen unterdessen mit dem Abbruch der Verhandlungen und fordern von Nethanyahu eine Verlängerung des Baustopps. Erst vor drei Wochen hatten Israel und die Palästinenser unter Vermittlung der USA wieder Friedensgespräche aufgenommen.

Hinter den Kulissen wird eifrig verhandelt. So traf US-Vermittler George Mitchell mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak führte Gespräche am Rande der UN-Vollversammlung. Eine Verlängerung des ausgehandelten Moratoriums um drei Monate scheint eine von zwei möglichen Kompromisslösungen zu sein.

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