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Abbas: "Israel muss Siedlungen oder Frieden wählen"

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Abbas: "Israel muss Siedlungen oder Frieden wählen"

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Wie geht es weiter mit den Nahost-Friedensgesprächen? Diese Frage muss jetzt, nach Ablauf des Baustopps für israelische Siedlungen im Westjordanland, als erstes beantwortet werden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte von Beginn der Gespräche an gesagt, er werde die Verhandlungen abbrechen, sollte Israel das Moratorium nicht verlängern. In der Nacht wiederholte er in Paris: “Israel muss sich zwischen Siedlungen oder Frieden entscheiden.” Auf die Frage eines Reporters, was er zu tun gedenke, wenn Israel wieder bauen lässt, wiederholte Abbas: “Sollte Israel Frieden wählen, werden wir mit den Verhandlungen fortfahren, wenn nicht, sind Verhandlungen Zeitverschwendung.”
Laut Medienberichten bemühten sich die Verhandlungsparteien noch in der Nacht um einen Ausweg aus dem Dilemma. Israels Premier Benjamin Netanjahu rief Abbas zur Fortsetzung der Gespräche auf. Derweil feierten Siedler im Westjordanland schon gestern das bevorstehende Moratoriums-Ende: Sie legten symbolisch den Grundstein für den Bau eines neuen Hauses. Die Siedler können mit Ablauf des Baustopps ohne weitere Genehmigungen mehr als 2000 Wohnungen und Häuser bauen. Im Westjordanland leben rund 300 000 Siedler und mehr als 2,4 Millionen Palästinenser.