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Kein Grund zum Feiern für Venezuelas Chavez

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Kein Grund zum Feiern für Venezuelas Chavez

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Die Partei des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez hat die Parlamentswahl gewonnen. Sie musste allerdings viele Sitze an die Opposition abgeben und verpasste das erklärte Wahlziel einer Zwei-Drittel-Mehrheit.

Damit ist Chavez jetzt bei Gesetzesvorhaben auf die Unterstützung durch die Opposition angewiesen.

Auf der üblichen Feier vor seinem Amtssitz erschien der ansonsten allzeit im TV zu sehende Präsident ausnahmsweise nicht.

Für den seit fast zwölf Jahren regierenden Staatschef war die Abstimmung ein wichtiger Test. 2012 stehen in dem südamerikanischen Land Präsidentschaftswahlen an.

Das Oppositionsbündis “Tisch der demokratischen Einheit” unter Maria Corina Machado feierte seinen Erfolg. Die Opposition errang mindestens 59 der 165 Sitze der Nationalversammlung und kann mit mehr als einem Drittel Chavez´ Politik blockieren.

Insgesamt waren 17,5 Millionen Venezolaner zu dem Urnengang aufgerufen. Laut staatlicher Wahlbehörde lag die Wahlbeteiligung bei rund 66 Prozent.

Vor fünf Jahren hatte die Präsidentenpartei noch eine überwältigende Mehrheit errungen, weil die Opposition den Urnengang geschlossen boykottiert hatte.