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Offensive gegen Taliban in Kandahar

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Offensive gegen Taliban in Kandahar

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Afghanische und ausländische Truppen gehen verstärkt gegen Aufständische in der Provinz Kandahar vor. Allerdings ist das bei weitem nicht die noch vor Monaten angekündigte Großoffensive in dem Gebiet, das als Hochburg der Taliban-Rebellen gilt. Schwerpunkt der jetzigen Kämpfe ist die Stadt Kandahar samt ihrer Umgebung.

Im Osten des Landes, in der Provinz Kunar, sind inzwischen vier Mitarbeiter einer Hilfsorganisation entführt worden: eine Schottin und drei Afghanen. Ihre beiden Autos wurden von Unbekannten angehalten; weiter ist nichts bekannt. Ein Sprecher der Taliban lehnte jede Verantwortung der Aufständischen für den Vorfall ab.

Für einen möglichen Frieden in Afghanistan unter Einbeziehung der Taliban formuliert der Außenminister jetzt strikte Bedingungen: Man werde diejenigen wiedereingliedern, sagt Zalmai Rasul, die zur Verfassung stünden. Außerdem dürften sie nicht zu Al-Kaida oder anderen Terroristengruppen gehören und keine Verbrechen gegen das afghanische Volk begangen haben.

Frauenrechte, Menschenrechte, Pressefreiheit und andere Freiheiten würden in Afghanistan garantiert, verspricht Rasul im Euronews-Gespräch: Man werde sie nicht in einem Handel zugunsten einer Versöhnung oder Wiedereingliederung opfern.