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Schweizer Solidarität: Mehr zahlen für gleiche Leistung

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Schweizer Solidarität: Mehr zahlen für gleiche Leistung

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Die Schweizer haben sich mit knapper Mehrheit für eine Reform der Arbeitslosenversicherung augesprochen. Bei einer nur geringen Wahlbeteiligung von etwas mehr als 35 % sprachen sich knapp die Hälfte für die Reform aus. Diese sieht vor, dass die Leistungen der Arbeitslosenversicherung gekürzt und die Lohnprozente erhöht werden. Die Arbeitslosenquote in der Schweiz liegt derzeit bei 3,6 %.

Die bürgerlichen Regierungsparteien und der Bundesrat sehen sich durch dieses Abstimmungsergebnis bestätigt.

“Besser Verdienende werden mit dem Solidaritätsprozent künftig einen Sonderbeitrag an die Arbeitslosenversicherung entrichten, ohne dafür mehr Leistungen von der Versicherung zu erhalten”, so Doris Leuthard, Präsidentin der Schweizer Eidgenossenschaft.

Allerdings will die Regierung die Reform-Kritiker und ihre Sorgen nicht außer acht lassen. Vor allem die frankophonen Kantone und das Tessin hatten sich mehrheitlich gegen die Pläne ausgeprochen. Dort ist die Arbeitslosenquote auch höher als in der deutschsprachigen Schweiz. Das Gesetz wird im kommenden Jahr in Kraft treten. Ein genaues Datum wurde noch nicht bestimmt.