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Proteste gegen Energiekonzept der deutschen Regierung

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Proteste gegen Energiekonzept der deutschen Regierung

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Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Greenpeace gegen die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken demonstriert. Greenpeace forderte Umweltminister Röttgen auf, seine Zustimmung zu verweigern. Die Umweltschützer verlangen einen endgültigen Atomausstieg bis 2015. An den zwölf AKW-Standorten projizierte Greenpeace den Slogan “Atomkraft schadet Deutschland” an die Reaktoren und Kühltürme.

Doch im Kanzleramt billigte das Kabinett das neue Energiekonzept, auf das sich die Koalition von Christdemokraten und Liberalen vor kurzem geeinigt hatte. Es umfasst neben dem Ausbau erneuerbarer Energien den längeren Betrieb der Atomkraftwerke. Sie sollen im Schnitt 12 Jahre länger am Netz bleiben, das letzte würde dann nicht vor dem Jahr 2036 abgeschaltet werden, vierzehn Jahre später, als in dem Abkommen vorgesehen, das vor zehn Jahren von der damaligen rot-grünen Regierung mit den Energiekonzernen ausgehandelt worden war.