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Demonstranten tragen Europa zu Grabe

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Demonstranten tragen Europa zu Grabe

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Zum europaweiten Aktionstag sind Zehntausende in Brüssel auf die Straße gegangen, um gegen Sozialabbau und die Sparkurse ihrer Regierungen zu demonstrieren. Anwesend waren Mitglieder von rund 50 europäischen Gewerkschaften, sowie rumänische Gas- und polnische Hafenarbeiter.

Um die Auswirkungen der Sparmaßnahmen zu unterstreichen, erwiesen einige Demonstranten plakativ Europa die letzte Ehre.

Der Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes John Monks kritisierte:
“Von Hilfe kann keine Rede sein. Ich sehe nur den Lehrer mit dem Rohrstock vor mir. Ich dachte, wir hätten körperliche Züchtigung überall in Europa abgeschafft.”

Der belgische Gewerkschafter Luc Cortebeek erklärte, “die Alternative lautet: Es muss mehr Arbeitsplätze geben, die durch eine grünere Wirtschaft möglich werden. An der sozialen Sicherheit darf nicht gerüttelt werden, es muss stattdessen mehr Jobmöglichkeiten geben.”

Bei der Großdemonstration in Belgiens Hauptstadt kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen, etwa 150 Menschen wurden vorläufig festgenommen.

Etwa zeitgleich schlug die Kommission neue Maßnahmen vor, um die Haushalte der Mitgliedsstaaten zu sanieren. Die, die zuviel ausgeben oder sich zu stark verschulden, sollen finanziell bestraft werden.