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"Rheingold" an der Metropolitan Opera


Kultur

"Rheingold" an der Metropolitan Opera

Wer wird denn ein bisschen Regen fürchten, wenn es um den Widerstreit zwischen Macht und Liebe geht – zur Premiere von Richard Wagners “Rheingold“an der Metropolitan Opera in New York strömten die Hollywood-Größen, als gäbe es Nuggets geschenkt: Meg Ryan, Holly Hunter oder Patrick Stewart.
 
Und das ist erst der Anfang – New York gibt sich den ganzen vierteiligen “Ring des Nibelungen”, Dirigent James Levine, Regisseur Robert Lepage. Und manche kommen nur für Bryn Terfel, den Wotan aus Wales.
 
 
Patrick Stewart:
 
“Die Met allein ist schon immer ein Nervenkitzel. Ich lebe in London und arbeite in New York, und da gibt es die beiden besten Opernhäuser der Welt Wagner ist neu für mich, nicht völlig, aber diese Oper kenne ich noch nicht. Ich bin ein großer Fan von Bryn Terfel, der singt heute abend. Wenn der singt, würde ich mir ja alles Mögliche ansehen. Aber das hier ist der Saisonauftakt, das verspricht auch noch Glamour und Spannung. “
 
 
Holly Hunter:
 
“Ich denke, es ist ungeheuer spannend, ins Theater zu gehen, um eine Vorstellung live auf der Bühne zu sehen. Das ist so aufregend, ich kann es gar nicht erwarten, Wagner zu sehen, das hier ist mein erster Wagner. Ich habe eine Menge von Puccini hier gesehen, etwas Verdi – aber das hier wird – ich meine – spektakulär.”
 
 
Rekordverdächtig ist schon das Bühnenbild, 45 Tonnen schwer, das gab es noch nie. Und die Inszenierung, so Dirigent James Levine und Regisseur Robert Lepage, sei ein Kosmos.
 
Man sieht die Rheintöchter schwimmen, die Kleider leuchten – und die Moral von der Geschichte muss sich ja nicht jeder gleich anziehen – endlose Macht für den, der seine Gefühle wegsperrt:
 
“Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber.”
 
Schönen Gruß an Sigmund Freud.
 
 
 
Übrigens: Auch in Europa kann man Bassbariton Bryn Terfel hören. Er kommt mit seinem Programm “Bad Boys Tour” auch nach Paris, Wien und in einige deutsche Städte.
 
 
Die New Yorker konnten “Das Rheingold” auf mehreren Bildschirmen und Leinwänden vor dem Lincoln Center und auf dem Times Square verfolgen – bis dann, bei Walküre im Frühjahr.
 
 
 

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