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Buback-Mord: Prozessbeginn gegen Verena Becker

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Buback-Mord: Prozessbeginn gegen Verena Becker

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33 Jahre nach dem Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback hat in Stuttgart-Stammheim der Prozess gegen Verena Becker begonnen. Der 58-jährigen Ex-RAF-Terroristin wird vorgeworfen, Mittäterin beim Mord an Buback und zwei Begleitern gewesen zu sein. Der Prozess kam zu Stande, nachdem neue Verfahren ihre DNA-Spuren an Bekennerschreiben nachwiesen.

Die Bundesanwaltschaft hält Becker aber nicht für die Todesschützin – anders als Bubacks Sohn Michael, der im Prozess als Nebenkläger auftritt: “Wir erhoffen uns, dass es zur Wahrheit kommt, wir wollen nur die Wahrheit wissen, die Wahrheit über dieses Verbrechen, dem mein Vater und seine beiden Begleiter zum Opfer gefallen sind, und diese Wahrheit ist möglicherweise doch noch in erheblicher Ferne. Ich denke, wir haben ein sehr klares Bild, wie es war, aber das genügt ja nicht.”

Er beruft sich auf mehrere Zeugen, die beim Anschlag 1977 in Karlsruhe eine Frau gesehen haben wollen, die vom Beifahrersitz eines Motorrades auf Bubacks Wagen schoss. Becker wurde nie in diesem, aber in einem anderen Fall zu lebenslanger Haft verurteilt und nach zwölf Jahren begnadigt.

Nach Ansicht Michael Bubacks sollte sie als Informatin des Verfassungsschutzes geschützt werden.

Ob das RAF-Mitglied Knut Folkerts, das zusammen mit Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt wegen des Mordes verurteilt wurde, wirklich der gesuchte Täter war, zogen spätere Aussagen in Zweifel.