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Irland muss noch mehr Milliarden für Banken aufwenden

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Irland muss noch mehr Milliarden für Banken aufwenden

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Die angeschlagene Anglo Irish Bank wird für die irische Regierung teurer als befürchtet: Das Institut benötigt insgesamt rund 30 Milliarden Euro – und es ist nicht das einzige Geldhaus, das in Finanznöten steckt. Insgesamt muss die irische Regierung bis zu 50 Milliarden Euro in den Bankensektor pumpen. Finanzminister Brian Lenihan übte sich dennoch in Optimismus.

“Wir haben eine klar strukturierte Lösung für den Bankensektor”, sagte er. “Zwei Geldhäuser werden nach und nach verkleinert, die zwei größten Banken sind jetzt gut mit Kapital ausgestattet, sie sind ihre faulen Kredite losgeworden und in einer Position, um wieder wachsen zu können.”

Wegen der Finanzhilfe für Banken verdreifacht sich das irische Staatsdefizit auf mehr als 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Iren sind skeptisch. “Es muss ja etwas getan werden”, meint ein Dubliner, “aber mit diesen Zahlen wird das schwierig.” Und ein anderer Passant ist der Meinung, dass die Regierung die Banken einfach nicht hätte retten sollen.

Trotzdem hält die Regierung in Dublin an ihrem Ziel fest, das Budgetdefizit bis 2014 auf die von der EU vorgeschriebenen drei Prozent des BIP zu senken. Hilfen der anderen Euroländer will Irland wenigstens vorerst nicht in Anspruch nehmen.