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Pakistan blockiert ISAF-Nachschubroute

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Pakistan blockiert ISAF-Nachschubroute

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Aus Ärger über tödliche NATO-Angriffe in seinem Luftraum hat Pakistan die Hauptnachschubroute für die Internationale Schutztruppe in Afghanistan geschlossen. Damit reagierte das Land auf den jüngsten Hubschrauberangriff an diesem Donnerstagmorgen, bei dem drei Grenzsoldaten getötet worden seien. Schon zu Wochenbeginn hatte Islamabad nach vorangegangenen Vorfällen Gegenmaßnahmen angedroht. Nun wurden Nachschubkonvois für die Truppe in Afghanistan am Chaiber-Pass gestoppt.

“Wir werden solcherart Angriffe nicht tolerieren, denen unsere Soldaten und Grenztruppen oder Sicherheitspersonal an der Grenze zum Opfer fallen”, erklärte Innenminister Rehman Malik. “Wir müssen sehen, ob wir Verbündete oder Feinde sind. Die Leute fragen, “wenn ihr angegriffen werdet, führt ihr Krieg – oder führt ihr Krieg gegeneinander?”

Nach pakistanischer Darstellung beschossen NATO-Hubschrauber aus Afghanistan Ziele im Nachbarland. Pakistan sieht dies als klaren Verstoß gegen das UN-Mandat für die Internationale Schutztruppe. Diese teilte mit, der Vorfall werde untersucht und sprach von Selbstverteidigung nach einem Beschuss durch Bewaffnete.