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Portugal zieht die Sparschraube noch enger an

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Portugal zieht die Sparschraube noch enger an

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Ministerpräsident José Sócrates hat am Mittwoch weitere drastische Sanierungsmaßnahmen angekündigt. In dieser Woche hatten die Risikoprämien für langfristige Staatsanleihen aus Portugal neue Höchststände erreicht. Zu den neuen Maßnahmen gehören die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 21% auf 23 %. Außerdem sollen die Löhne für Staatsbeidienste im Schnitt um 5 % gesenkt werden. Diese Kürzung werden progressiv sein und in der Spitze zehn Prozent betragen. Die Renten werden eingefroren.

“Wir müssen dies machen, um unsere öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen. Nach der schlimmsten Finanzkrise seit 80 Jahren ist das erforderlich, um die internationale Glaubwürdigkeit unseres Landes zu verteidigen und den Unterhalt unserer Wirtschaft, unserer Unternehmen und unserer Familien zu sichern”, begründete Ministerpräsident Sócrates die verschärften Sparmaßnahmen.

Die Bekanntgabe der neuen Maßnahmen löste beim portugiesischen Gewerkschaftsdachverband Unmut aus. Bereits gestern waren 80.000 Menschen in Lissabon gegen die Sparbestrebungen der Regierung auf die Straßen gegangen.