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Spaniens Kreditwürdigkeit herabgestuft

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Spaniens Kreditwürdigkeit herabgestuft

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Am Tag, an dem die spanische Regierung den neuen Haushaltsplan vorlegt, ist die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft worden: Die Ratingagentur Moody’s senkte die Bewertung von der Bestnote um einen Schritt. Vorausgegangen waren schon im Frühjahr die Agenturen Standard & Poor’s und Fitch. Als Gründe nannte Moody’s schwache Wachstumsaussichten und das Staatsdefizit.

Die Sparpolitik der Regierung zum Abbau des Defizits trifft im Land auf heftigen Widerstand: Gestern nahmen Hunderttausende an Kundgebungen teil, nach Angaben der Gewerkschaften waren es landesweit insgesamt anderthalb Millionen Menschen, nach Angaben der Behörden deutlich weniger.

Die Gewerkschaften hatten zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen – gegen das Sparprogramm und eine Reform des Arbeitsmarkts.
Die großen Gewerkschaftsverbände sprachen von einer hohen Beteiligung, die Regierung dagegen von nur mäßigen Auswirkungen des Aufrufs.
In Barcelona kam es zu schweren Ausschreitungen. Etwa 50 Vermummte lieferten sich im Stadtzentrum Straßenschlachten mit der Polizei.