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Brasilien wählt: Das Märchen von Dilma im "Lula"-Land

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Brasilien wählt: Das Märchen von Dilma im "Lula"-Land

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Das Rennen scheint gelaufen.

Am Sonntag wird in Brasilien gewählt, und Dilma Rousseff soll die erste Präsidentin des Landes
werden. Umfragen attestieren ihr beste Chancen. Kein Wunder, bei einem Volkshelden als Wahlhelfer – Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva. Er darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Die Gegenkandidaten – der Konservative José Serra, die Grüne Marina Silva und Plinio de Arruda Sampaio von einer sozialistischen Splitterpartei sahen schon in der letzten Fernsehdebatte nicht wie Sieger aus.

Glaubt man den Umfragen, kann die Kandidatin aus Lulas Arbeiterpartei PT nur noch über sich selbst stolpern.

Nach sieben Jahren unter “Papa Lula” erlebt Brasilien rasanten Aufschwung. Seine Kandidatin
Rousseff, Ex-Bergbau- und Energieministerin und Ex-Kabinettschefin, hat mit einem 200-Milliarden-Euro-Programm all jene Großprojekte angeschoben, die Ökologen kritisieren: Staudämme, Kraftwerke, Straßenbau und den Ausbau von Biokraftstoffen.

Der riesige Staatsapparat ist kaum noch zu überblicken. Wer nicht dazugehört, wittert Filz.

Laut Umfragen liegt Rousseff über 50 Prozent. Aber ihr Vorsprung bröckelt.