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Langweiliges Fernsehduell beendet brasilianischen Wahlkampf

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Langweiliges Fernsehduell beendet brasilianischen Wahlkampf

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Mit dem zweiten Fernsehduell der Spitzenkandidaten ist in der Nacht zum Freitag der Wahlkampf um das Präsidentenamt in Brasilien zuendegegangen. Große Favoritin ist Dilma Rousseff, die Ex-Kabinettschefin des scheidenden Präsidenten Lula da Silva. Diesmal kam es zu keinem direkten Schlagabtausch mit ihren schärfsten Konkurrenten, São Paulos Ex-Gouverneur José Serra. Beobachter beklagen, dass keiner der Kandidaten auch nur annähernd das Charisma des scheidenden Präsidenten besitzt.

Serra versuchte Rouseff für die Probleme verantwortlich zu machen, die in Lulas zweiter Amtszeit sichtbar wurden: vom Haushaltsdefizit bis zur Problemen im Gesundheitswesen. Rouseff hingegen verwies auf Lulas unbestreitbare Erfolge, wie den wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens, den sie zu vollenden versprach. Von den insgesamt neun Kandidaten kann nur noch Ex-Umweltministerin Marina Silva mit nennenswerten Stimmenanteilen rechnen.